Um 8h starten wir für weitere Wandmalereien nach Nourlangie. Es ging vorbei an 2m hohen Termitenhügeln, merkwürdigen Früchten und einer Oldtimer-Karavane, die sich ähnlich wie wir mit ihren 1920‘er Wagen durch Australien schlagen. Hut ab!




Den ersten Badestop legten wir dann in den Edith Falls ein. Nach eine guten halben Stunde Fußmarsch war man in einem kleinen Gebirge mit Wasserfällen und interessanten Kletterfelsen. Wir trafen in einem der Wasserlöcher wieder unseren ständigen Begleiter... den Frosch. Vielleicht mag es auch eine Kröte gewesen sein, zumindest traute sich dort keiner mehr rein, so dass wir uns auf den See, den Wasserfall und das Runterspringen beschränkten. Den Wasserfall degradierte ich zur Gegenstromanlage und kämpfte tüchtig gegen die Fluten. Direkt darunter sieht auch so ein kleiner Wasserfall schon gewaltig aus. Schöne Natur – wer braucht schon iPhones?




Wir verbrachten eine angenehme Nacht wieder im Outback. Angenehmer dieses Mal, weil es nicht mehr so schrecklich schwül war und die Mücken ausblieben. Der Sternenhimmel ließ sich lange bewundern, da der Mond auf sich warten ließ und ich hörte ein Känguru in der Nacht. Woher ich weiß, dass es eins war? Weil Ramona, die wohl grade die Nachtwache übernommen hatte, es mir am nächsten Morgen erzählte =)


Am 22. kamen wir in Katherine Gorge an (13 Canyons, 12km lang, bis zu 100m hoch und 25 Mio. Jahre alt). Eines meiner persönlichen Highlights. Wir entschieden uns für den Butterfly-Walk, Kategorie „Hard“ und 12 km lang. Ich hasse ja eigentlich wandern, aber der Weg war eindeutig eher eine kleine Safari. Man startete in karger Landschaft, ging über Berge und Felsen, durch kleine Bäche, unter umgefallenen Bäumen und wieder über Felsen bis in eine zugewachsene Schlucht. Dort war es endlich ein wenig kühler und auf einmal stand man vor einem riesigen See, umrandet von Felswänden. Der Weg war übrigens hier auch zu Ende, so dass wir zum Wasser am Felsen entlang hangelten bis wir an einer Platform ankamen.




Dort hieß es erstmal Wäsche waschen, schwimmen und von noch mehr Felsen springen. Zwischendrin kamen Tourboote und wir grüßten wie bestellte Piraten halbnackt von den Felsen, wie auf einer Universal Studio Tour. Nach kurzem Snack ging es wieder gute 2 Stunden zurück. Hier sah ich übrigens zum ersten und letzten Mal eine kleine Schlange, die ich erschreckt haben muss und vor mir in einen kleinen Bach flitzte.


Irgendwie fiel mir auf, dass die australische Landschaft einfach wie für den Menschen gemacht ist, denn so gefährlich und halsbrecherisch manche Wege auch aussehen mögen, wir kamen ohne Blessuren durch und vor allem überall hin, wo wir hin wollten. Als hätte die Natur in den Millionen Jahren verstanden, in welchen Abständen man so etwas wie Stufen in Klippen oder Bergen bräuchte.


Unser viertes Camp wurde direkt auf einer verlassenen Straße aufgestellt, es gab wieder einen Traumhimmel, so viel Nudeln, dass wir gar kein Wasser mehr abgießen mussten und allmählich verstanden Ramona und ich die uns seit 2 Nächten näher gebrachten Grundregeln des Skats.


 

Samstag, 21. Juni 2008

 
 
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